——
—
——
—
Luiſens Geneſung folgen werde. Noch weni⸗ ge Monate, und das jebt ſo einſame Zimmer, wo ſie ſtill und gedankenvoll ſaß, war wieder mit Gluͤcklichen und Froͤhlichen angefuͤllt, mit Men⸗ ſchen, die das Gefuͤhl begluͤckter Liebe erwaͤrmte und erheiterte, mit Menſchen,* Anna El⸗ ſiot ſo wenig glich.
Bei ſolchen Betrachtungen an einem truͤben Novembertage, wo ein dichter Regen faſt alle Ge⸗ genſtände verdunkelte, die man aus dem Feénſter ſchen konnte, mußte es fuͤr Annn ſehr willkom⸗ men ſein, als ſie den Wagen ihrer Freundinn herbei rollen hoͤrte. So gern ſie aber auch ab⸗ reiſete, es ward ihr doch traurig ums Herz, als ſie das Herrnhaͤus verließ, als ſie einen Abſchiedsblick auf die Wohnung ihrer Schweſter warf, oder durch die truͤben Wagenfenſter die letzten Hutten des Dorfes erblickte! Sie hatte Ereigniſſe in Uppereroß erlebt, die ihr den Ort theuer machten. Sie erinnerte ſich vieler ſchmerzlichen Empfindungen, die einſt ſie tief bewegt hatten, nun aber beſäͤnftigt waren; ſie erinnerte ſich einiger Aufwallungen milderer Gefuͤhle, einiger Regungen 3 Freundſchaft


