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was er vermochte, aber immer kehrte die Klage wieder:
„Ich bin es nicht werth, dich zu haben; ich konnte dich ſo lange vergeſſen und mir einreden, du lebſt nicht mehr. O dieſes Jahr, wo du neben mir warſt und ich dich nicht kannte; aber ich habe dir doch die erſten Blumen hier gegeben. Schon damals habe ich an deiner Stimme etwas geſpürt, daß ich hätte weinen mögen.“
Als Eugen berichtete, daß er in Eppenberg, wo er geboren war, den Lebenstauſch gemacht habe, ſagte die Mutter, daß nun der Bann gelöſt ſei, ſie gehe nun auch wieder aus dem Dorfe und er müſſe mit ihr nach Eppenberg wallfahren. Tauſend Plane entwarf die Mutter und wenn ſie ihren Sohn oft fortdrängte, um mit ſeiner Braut ſich im Freien zu ergehen, hielt ſie ihn noch an der Thüre mit allerlei Fragen feſt, um noch lange ſich ſeines Anblicks zu erfreuen.
Am Sonntage als Eugen zum erſtenmale mit Vittore aufgeboten wurde, ging er an der Hand der Mutter in die Kirche und andächtigere Herzen wurden noch nie von Kirchenmauern umſchloſſen als an dieſem Tage.
Hand in Hand ging nun immer die Mutter mit Eugen auf's Feld und ſie ſagte, daß ſie


