hafte Unruhe meines eigenen Lebens. In meinen Träumen erſtand oft meine Kinderzeit und ich erlitt wieder in ihr Hunger und Kälte. Wenn ich im Wagen dahinfuhr, erhielten die Knaben, die den Kutſchenſchlag herabließen, ſtets reichliche Geſchenke, ich ward gewiß ihr Liebling. Droben in den glänzend erleuchteten ſchimmernden Ge⸗ ſellſchaften mußte ich oft hinabdenken auf die Straße, wo die armen Leute harren, um die Prachtgewänder anzugaffen und dann in ihre dunkeln Behauſungen hineinzuſchleichen. Ich galt für einen Sonderling. Vor Allem und immer mußte ich meiner Mutter gedenken. Wo weilt ſie? Wie iſt ihr Leben? Weiß ſie von meinem Daſein? Ich ſuchte meine Mutter vergebens, ich war's, der vor vier Jahren bei dem Kopf⸗ rechner in Eppenberg nachfragte.“
„Alſo hatte der Schlaukopf doch recht? laß dich nicht unterbrechen, erzähle weiter.“
„Das Soldatenleben ward mir zuwider. Ich will dir das glänzende Elend nicht ſchildern. Mit zwei Kameraden, die ich mir herausgeſtöbert hatte, trieb ich allerlei wiſſenſchaftlichen und äſthe⸗ tiſchen Krimskrams; wir meldeten uns oft krank und verließen wochenlang die Stube nicht, um unſre Studien zu verfolgen und nicht durch un⸗
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