Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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erks,

Eugen ſtand ſtille, faßte den Arm Deegers und ſagte:

Jetzt will ich dir offen erzählen wer ich bin.

Kein Menſch hat die rechte Diſtanz zu ſich ſelber, entgegnete Deeger.

Das iſt es nicht, fuhr Eugen haſtig athmend fort.Es ſcheint mein Geſchick, daß das was ich ſo gerne freiwillig thäte, mir als Nothwendigkeit auferlegt wird, ſo geht mir's mit meinem jetzigen Leben und was ich mir einſt als Triumph gedacht hatte, dir Alles frei⸗ willig zu erzählen, das muß ich jetzt thun, weil du mir helfen kannſt. In meinem ganzen Leben iſt ein Doppellicht, eine unruhige Beleuchtung, deren ich nicht Herr werden kann.

Höre:

In Mainz, draußen in den Vorwerken, im ſogenannten Gartenfeld, lebte bei einer Taglöhners⸗ Wittwe mit Namen Haberkorn ein ſchlanker Knabe Eugen Wilibald genannt, er lebte faſt ganz für ſich, denn die Frau ging wenn ſie wohl war auf Tagelohn oder in das Hospital als Kran⸗ tenwärterin. Wenn ſie dort war, ging es dem Knaben glücklich, denn er beſuchte ſie und erhielt gutes Eſſen, ſonſt wurde er oft geſcholten, weil