Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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288 Gebildeten für dumm hält, weil ſie in den Din⸗ gen noch etwas anderes ſehen, als ſich dem gewöhnlichen Auge darbietet.

In der Stube ſagte der Bachmüller:Wir hätten den Herrn Deeger gern auf eurem Platz gehabt, Herr Lehrer, und ihr, die Kirchbäuerin hat doch recht, wäret ein wackerer Schultheiß, glaub' ich, heißt das, ihr ſeid gewiß auch ein guter Lehrer, gewiß, gewiß, ſeine ſchwere Rede ging ſtets in unartikulirtes Brummen aus.

Als man dann über die Nichtanwendung der Körperſtrafen ſprach, behauptete der Bach⸗ müller: ganz kleine Kinder ſeien noch wie die Thiere, die müßten Schläge haben um geborchen zu lernen, die Vittore habe von ihrem vierten Jahre an keineSchläpple mehr bekommen.

Bernhard erzählte von Beobachtungen, die er an Thieren, beſonders an Vögeln gemacht, die ihre Jungen nie züchtigten.

Es war ein traulicher wohlangeregter Abend und bis tief in die Nacht hinein ſpann ſich noch das Zwiegeſpräch der beiden Lehrer im Schul⸗ hauſe. Eugen lachte einmal laut, als er ver⸗ nahm, daß das Gerücht ihn mit des Kirchbauern Sabine, mit des Schäufler-Davids Marie, mit der Vittore aus der Bachmühle, mit der Baronin

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