Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

276

fragt, ob ſie Heimweh habe, da ſagt ſie: nein, bei dir iſt meine Heimath und mein Vater ja auch, ich hab kein Heimweh aber Waldweh, da möcht' ich barfuß ſpringen und ſingen, daß es widerhallt. Und iſt's nicht wunderlich, daß ſie jetzt im Winter ſich ſo ganz in's Frühjahr hinein⸗ denkt? Sie ſagt gerade zu ihrem Mann: Weißt den Waldweg im Thal am Bach, da iſt der Thau ſo kühl und die Luft ſo harzfriſch und die Vögel ſingen; dahin lockt's mich, wenn ich dahin könnt', wär' ich geſund. Wie ſie das ſagt, hat der Kronauer ſo laut ſchluchzen müſſen, daß er ohne ein Wort aus dem Zimmer gangen iſt. Die Anni hat Alles was ſie begehren kann und iſt doch ſo arm daran.

Ihr vergangenes Leben erwacht wieder, entgegnete Eugen, um doch etwas zu ſagenmir iſt es ganz eigen, mein innigſtes Mitgefühl einem Menſchen zugekehrt zu ſehen, der mir ſo nahe iſt und den ich doch nie ſehen werde.

Sie will Niemand ſehen, der Leo hat gar nicht zu ihr hineingedurft. Warum der jetzt auch gerade hierher kommen muß? Sie hat ihn nie leiden können.

Ein Rollengeklingel weckte plotzlich die beiden, im pelzbedeckten Schlitten kam Leo daher gefahren.

Vittore nüſſe raſchen ſagte e unſer ein. mitn

ſchlie gut,

mein fahre gerin holen Sie vöge hrin

auch keit

Di S an