Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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Und ich möchte Ihre Waldgedanken wiſſen. Sehen Sie dieſe ſtattliche weiße Orchidea hier? ſie ließ ſich's nicht träumen, daß ein Menſchen⸗ tind, daß Ich ſie brechen würde; ſo möchte ich auch die ſtillblühenden Gedanken der Menſchen haſchen, plötzlich, unverſehens.

Die Blume und der Gedanke verwelkt ſchnell ohne die Wurzel.

Sagte ich's nicht Gideon, er iſt geiſtreich? wendete ſich Stephanie an Kronauer, dieſer nickte mit finſterem Geſichte. Stephanie pflückte Blu⸗ men und Zweige am Wege und band ſie in einen Strauß, ſie hatte die beunruhigende Ge⸗ wohnheit, faſt nie etwas allein zu treiben, ſon⸗ dern ſtets etwas noch beiläufig; während ſie ſich jetzt bald bückte bald höher ſtreckte und wieder Eugen eine Aſter vom Felſen holen ließ, be⸗ richtete ſie dabei, wie ſie Alsfeld liebe, hier ſei noch echte Waldrom ntik, mit maleriſch zerſtreuten Hütten und die Berge ſeien wie Verſetzſtücke im Theater in einander geſchoben. Eugen erwiederte, daß die Menſchen, die hier wohnen, nicht ſo denken, ihnen wäre eine fruchtreiche Ebene lieber;

er erzählte von der Lehrerin und Kronauer ſagte:

Laſſen Sie ſich das zur Warnung dienen. Ein großer Theil der Lehrer verkommt durch

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