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Viele und ob man auch die nicht da ſeien auf⸗ ſchreiben dürfe. Eugen verneinte. Des Kloſe⸗ michels Mareile, in deren Elternhauſe wir den heftigen Streit ſahen, fragte Eugen ſchüchtern, ob die Mädchen für ſich auch ein Mädchen wählen dürfen, Eugen bejahte; der Kopf war ihm ganz wirbelig von dem vielen Getoſe, es war ihm, als ob die Kinder leibhaftig an ihm zerrten; nachdem nun aber der Gleichſchritt einmal auf— gelöst war, mußte in ſolchem feſt an's Ziel ge⸗ führt werden.
Als er endlich die Zettel einſammelte, fiel ihm ein, daß die Kinder ja auch ſingen könnten und lächelnd rief er:„Kinder ſingt, Mareile fang' ein Lied an,“ und luſtig brauste der Klang da⸗ hin. Die Kinder ſangen das Hölty'ſche Lied: „Ueb immer Treu und Redlichkeit.“ Was iſt das, den jungen Seelen zuzurufen:„Weiche keinen Finger breit von Gottes Wegen ab?“ Wie weit liegt dieſe Welt von jenem natür⸗ lichen Wege, wo dem jungen Gemüthe das Recht⸗ ſchaffene als Natürliches und Nothwendiges er⸗ weckt iſt. Man ſtellt Preisfragen auf über die Verbannung der abſtracten Methode und die ganze Sittenlehre bewegt ſich in hohlen Allge⸗
meinheiten. Eugen befahl immer weiter zu ſingen, 2


