Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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Stube, bis er ſich endlich ruhig ſetzte und ein Buch ergriff, es war das Leben Peſtalozzi's. ſch Mit Begierde durchlas er die Schickſale des ſe werkthätigen Jüngers Rouſſeau's und empfand* n

dabei nichts von jener Wehmuth, die einſt Deeger

um ihn ausgeſprochen, indem er Eugen bedauerte,. daß er nie ein Weſen finden werde, das er voll⸗ kommen und in allen Beziehungen verehre; er konnte das Hohe erkennen, rein empfinden, ohne ſu ſich die Gebrechen zu verleugnen, die Jeglichem i anhaften. Der Zuruf Peſtalozzi's an ſich ſelbſt: K Ich will Schulmeiſter werden, ward für Eugen iu ein aus eigenem Herzen entſprungenes Wort. 1 k Die Selbſtanklagen, die der haſtig ergriffene 4 Meiſter der neuen Erziehungskunſt ausſprach, ſ mußten betrüben und Eugen erkannte mit Be⸗ be friedigung, wie die Grundſätze des Meiſters zu ſchon dermaßen Gemeingut und Lebensluft der di neuen Zeit geworden, daß ſelbſt er, der dieſem be Bereiche ſo fern geſtanden war, den entwickelnd⸗ 5 erziehenden Unterricht im Gegenſatze zu dem dog⸗ 1 d matiſchen blos lehrenden als unumſtößliche Wahr⸗

heit kannte. Freilich war mit der Erkenntniß des Grundſatzes die Methode noch nicht gewonnen, 6 die erſt mühſam erworben werden mußte. Das k

aber ſtand auch feſt, daß hier wie in allem Echten,