Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

amen

333

Mehr und Eugen werde mit ſeinem Schultheiß gewiß zufrieden ſein. Kronauer erklärte noch, wie zu den traurigſten Folgen der neuen Knecht⸗ ſchaft gehöre, daß keiner der Angeſeheneren und Reicheren aus Ekel an den Hudeleien von oben die Stelle annehmen wolle, und wenn man den Zuberfranz nicht bekäme, würde das Mehr dem übelberufenen Krämer Maier im untern Dorf zufallen; es ſei überdieß ein ſchöner Sieg, wenn man dem armen Manne die Stelle verſchaffe.

Es hätte nicht ſo vieler Zureden bedurft, Eugen willigte mit Freuden ein. Er trat nun in die Rathsſtube, wo der Amtmann tagte, gab ſeine Einwilligung, eilte zu Bartelmä zurück und verkündete ihm was vorging. Die alte Haut wußte ſich vor Freude faſt gar nicht zu faſſen und Eugen hatte Noth, ſich von den Umarmungen Bartelmä's loszumachen. Als er wieder in die Rathsſtube kam, hörte er die Rede Kronauers, der betheuerte, daß kein anderer Grund ihn zur Ablehnung beſtimme, als ſeine Allen bekannten traurigen Familienverhältniſſe; er empfahl noch⸗ mals in warmen Worten den Zuberfranz und dieſer wurde nun auch gewählt und mit Eugen zugleich vom Amtmann feierlich beeidigt.