Doſe
zu be⸗
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Dieſe überſchwängliche Anrufung, über die ſich ein Lächeln nicht unterdrücken ließ, verfehlte doch auch nicht auf Eugen einen erhebenden Ein⸗ druck zu machen; er hielt das Schreiben noch vor ſich und ſchaute es an ohne die einzelnen Schriftzüge zu leſen, und nicht die Anrufung, ſondern vor Allem der Gedanke, daß wir zur Erklärung unſeres Denkens kein Bild ge⸗ brauchen ſollen, das wir nicht ſelbſt geſchaut, beſchäftigte ihn noch lange. Ja, das brächte eine tiefe nachhaltige Wirkung hervor, alle Tradition würde abgeſtreift... Noch eines war faſt wun⸗ derbar: aus der genauen Angabe der Stunde, in welcher der Brief abgefaßt war, ergab ſich, daß er juſt damals geſchrieben wurde, als Eugen mit Deeger in der Kirche zur Darlegung ſeines höchſten Strebens ſich erhob. Weit hinaus folgte der Blick Eugens dem Fernwandelnden und ſeine Gedanken wohnten in der Bruſt, die jetzt auf dem Meere athmet. Da trat Kaidl ein. Eugen zuckte erſchreckt zuſammen.
Es geht dem geiſtigen wie dem leiblichen Auge, iſt es geſpannt im Ausſchauen nach der Ferne, in die ungemeſſene Weite, ſo prallt der Beſchauer wie getroffen zurück, wenn ſich ihm plötzlich ein Gegenſtand ganz nahe rückt. 21*


