Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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mania, die er eben vorgenommen habe, in Frei⸗ ſtunden mit ihm zu leſen.

Als man durch den Thorweg mit den vielen Schwalbenneſtern ging, ſprach Eugen ſeine Ver⸗ wunderung aus, im Dorfe ſolche faſt gar nicht zu ſehen.

Kronauer erzählte nun, daß Kaidl vor Zeiten — d. h. vor 48— mit Luſt die Leute dazu angereizt habe, die Schwalbenneſter an ihren Häuſern zu zerſtören; er freute ſich, ſolch alten Aberglauben ausrotten zu können und man habe auch entdeckt, daß die Schwalben Ungeziefer nach ſich ziehen. Des Rainbauern Karle, ein wilder Burſche und vormaliger Trabant Kaidl's, ſei eine Zeit lang als Schwalbenſchütze berühmt geweſen, er habe in der That mit wunderbarem Geſchick die Vögel in ihrem unberechenbaren Fluge, in dem ſie Haken machen können, zu treffen ver⸗ ſtanden. Die Bienenzüchter ſeien überhaupt den Schwalben feindſelig, nicht ganz mit Unrecht, aber man werde erſt nach ihrer Vertreibung finden, wie viel Ungeziefer ſie aus der Luft wegfräßen.

Dieſe mit ſchöner Stimme und in gelaſſenem Tone vorgetragenen Mittheilungen gaben Eugen eine ruhige Empfindung, ſo daß er ohne Wider⸗ ſpruch dem gaſtlichen Manne in das Haus folgte.

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