ind ich habe einen Kameraden, Hermann, den Bruder Lilians, er hat viel Aehnlichkeit mit Rudolf Weidmann, er iſt in gleichem Alter mit ihm, aber hier iſt man mit achtzehn Jahren ſchon viel weiter. Er ſpricht wenig, aber was er ſpricht, iſt gediegen und feſt. Ach, er hat eine ſchöne Jugend gehabt!... Nein, ich will nicht mehr davon ſprechen. Ich habe Lilian den Greif zurückge⸗ laſſen. Wir ſind bei der Cavallerie. Hätten wir nur unſere Pferde von Villa Eden hier. Man hat hier ſchlechte Karrengäule zur Cavallerie nehmen müſſen und Fuhrleute wurden Cavalleriſten. Laſſen Sie mir vom Major ſchreiben, wer unſere Pferde gekauft hat. Das Herz thut mir weh, wenn ich an Villa Eden denke...
Ich höre hier, daß Viele vom Gleichen in Ehren und Freuden leben. Das darf uns aber nicht in Verſuchung führen und nicht abwendig machen, nie..
Ich mußte aufhören. Haben Sie Geduld mit mir, Sie ſollen ſehen, daß Sie mir nicht vergebens ſo viel Gutes gethan; Sie ſollen ſehen, daß ſich als Mann benimmt
Ihr Franklin Roland. So heiße ich nun allein.
Manna an die Profeſſorin.
. An Deine Bruſt möchte ich mich werfen und ſagen: Mutter! Weiter nichts. Die Feder in der Hand zittert mir, aber ich höre, wie Du ſagſt: ſei ſtark. Ich will es ſein. Ich darf nicht daran denken, wie es ſein wird, wenn wir wieder bei Dir leben; Du biſt unſere Heimat. Wir müſſen ausharren, wer weiß wie lange, wer weiß zu welchen Opfern. Ich darf nicht daran denken, daß mir Erich entriſſen würde, mir— uns.
Wie ein Traum war es mir, als wir das Feſtland betraten, das Land meiner Geburt; ich hätte ewig auf dem Schiffe ſo fortſchwimmen mögen. Ich lebe im Hauſe des Doctor Fritz, Erich und Roland ſind heute nach Waſhington gereiſt; ich faſſe es nicht, daß Erich nicht bei mir iſt, und doch werde ich ihn ganz anders noch entlaſſen müſſen. Nicht wahr, Mutter, wir bangen nicht? Ein wunderbares Schickſal hat uns zuſammengeführt und erhalten, es wird uns treu bleiben.
Von dem Hauſe, in dem ich wohne, von den guten, geiſtig


