Teil eines Werkes 
3. Bd. (1869)
Entstehung
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E

Schwierigſte bleibe, daß Roland nichts zu wünſchen habe, wozu er ſeine Kräfte anſpanne, und dann glücklich ſei, wenn er das Erſtrebte erreiche, und ſofort wieder ein Neues ſich anſetze; denn das iſt ja das Treiben und Wachſen im Leben, daß alles Erreichte ſofort wieder den Keim eines zu Erſtrebenden anſetzt.

Man kann keinen Menſchen zum Glücklichmacher erziehen, ſchloß er endlich.Der Jüngling muß etwas bekommen, das in ihm das Bedürfniß nach der Aſſociation mit Menſchen erweckt; er ſoll Alles auf Andere und zugleich auf ſich beziehen; er muß etwas ſchaffen wollen. Aus dem Geſchaffenen allein fließt Glück.

Doctor Fritz hatte keinen Antheil an der Berathung genommen; er ſaß nachdenklich da und hatte die Brauen zuſammengezogen.

Warum ſprichſt Du kein Wort? ſagte Weidmann leiſe zu ihm, während ſich verſchiedene Zwiegeſpräche entwickelt hatten. Ebenſo leiſe erwiderte Doctor Fritz:

Es iſt ſchon ſchwer, ein ſo übermäßiges, rechtlich erworbenes Erbe anzutreten, wie viel ſchwerer noch eines, an dem eine Schuld haftet.

Weidmann winkte ſeinem Neffen und legte den Finger, wie Schweigen gebietend, an die Lippen.

Nun trat Frau Weidmann ein und bat, daß man zu Tiſche käme. Man ging nach dem Speiſezimmer.

Erich ſaß neben Knopf und ſagte:

Herr College, ich habe eine Frage, die Sie mir aber nicht ſofort, ſondern morgen beantworten.

Welche Frage?

Was würden Sie thun, wenn Sie plötzlich in den Beſitz von vielen Millionen kämen?

Knopf, der eben das Glas an den Mund geſetzt hatte, fing plötzlich ſo heftig zu huſten und zu pruſten an, daß er ſich vom Tiſch entfernen mußte. Er kam nach einer Weile wieder, aber keinen Biſſen und trank keinen Tropfen mehr an dieſem Abend..

Als Alle ſich zur Ruhe begaben, ſagte Weidmann leiſe zu Erich, er möge noch bei ihm bleiben, er habe mit ihm zu reden.

Roland ging mit Knopf in der ſternhellen Nacht umher un Knopf mußte verſprechen, ihn zur Abreiſe des Doctor Fritz u ſeines Kindes zu wecken. Erſt dann begab Roland ſich zur Ru'