Teil eines Werkes 
3. Bd. (1869)
Entstehung
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BGehorchen. Roland müſſe nur immer in der Ueberzeugung ſtehen, daß das Soldatenleben ein Durchgangspunkt ſein ſolle, nichts, das ſein ganzes Leben durchaus einnehmen und ausfüllen dürfe.

vorübergehenden, ſondern einen bleibenden Beruf zu finden Ge⸗ rade Sie, Herr Weidmann, bei dem mächtigen Eindruck, den Sie und Ihre Thätigkeit auf Roland unfehlbar machen gerade Sie wären geeignet, ihm die entſcheidende Richtung zu geben.

an Erich.Hat Ihr Zögling nicht auch, wie leider die meiſten Söhne der Reichen, das Verlangen, ein Cavalier, ein Junker zu

ſein und nicht Selbſtgetung aus ſich gewinnen wollen. 2

3 wolle; es wäre aber zu wünſchen, daß er ſich dem Feldbau widmen 3

könnte.

Lächelnd entgegnete Weidmann, daß Erich, weil ſelbſt Soldat geweſen, zu ſcharf gegen dieſen Stand ſei; er für ſich ſei der Ueberzeugung, daß es zur Fertigſtellung eines Mannes von großer Bedeutung ſei, dem Soldatenſtande angehört zu haben. Da bilde

ſich Gewecktheit, Entſchloſſenheit und Selbſtvertrauen und zugleich

ein Einreihen in die Geſammtheit. Nirgends lerne man ſo gut Pünktlichkeit und nirgends übe man ſich beſſer im Befehlen wie im

Dann wird er kein rechter Soldat, fiel der Schwiegerſohn Weidmanns ein.Wer etwas unternimmt, das er nicht für eine

Thätigkeit hält, der die volle Lebenskraft gehört, wer dabei immer nach einem beruflichen Jenſeits ſchaut, ſteht nicht voll im Gegen⸗

wärtigen. Es wäre wichtig für Roland, ſagte Knopf,nicht einen

an ſetzte ſich und der Banquier begann: Ich glaube, es iſt Jean Paul, der einmal ſagte: Kommſt u in eine fremde Wohnung und es iſt Dir unheimiſch, ſo ar beite ſofort etwas und es wird Dir heimiſch. Ich möchte das er⸗ weitern. Heimiſch in der Welt wird man nur durch Arbeit; wer nicht arbeitet, iſt heimatlos. Noch eine Frage, wendete er ſich

werden? Da Erich nicht antwortete, fuhr er fort: Unſer Unglück iſt, daß die Söhne der Reichen blos Erben

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Wie wir ſchon gehört, nahm der Schwiegerſohn Weidmanns

das Wort,will der junge Mann Soldat werden, und ich glaube, daß man ihn darin beſtärken müßte. Ich hoffe, daß man mir nicht ein Vorurtheil für meinen Beruf zutraut, aber ich muß die Betrach⸗ tungsweiſe unſeres Herrn Vaters wiederholen: das Soldatenthum