Teil eines Werkes 
3. Bd. (1869)
Entstehung
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Pflanzen waren, die vor ſeinem Krankenbette geſtanden, als er zur Beſinnung gekommen. Lilian weinte, große Thränen rannen ihr über die Wangen.

Haſt Du die Blume aufbewahrt, die ich Dir geſchenkt habe, fragte Roland.

Nein. Ich mag keine vertrockneten Blumen. Schenk mir etwas ſchenk mir etwas, das nicht verwelkt.

Ich habe nichts, erwiderte Roland.Aber ich will Dir meine Photographie ſchicken, wo ich als Page Nein, das iſt nichts. Ach, wenn ich nur meine Ringe noch hätte! Ich möchte Dir einen Ring geben, aber Erich hat ſie mir alle von der Hand genommen.

Ich will keinen Ring. Gib mir das gib mir den Kieſel⸗ ſtein, auf dem Dein Fuß jetzt ſteht.

Roland bückte ſich und gab ihr den Kieſel, dann bat er, daß ſie ihm auch einen Kieſel gebe.

Sie that es und rief:

Jetzt nehm' ich ein Stück Deutſchland mit übers Meer.

Roland ſchwieg, das Herz zuckte ihm.

Das Mädchen fuhr fort:

Alſo das iſt der Wildfang Roland, von dem der gute Herr Knopf immer ſpricht? Du glaubſt gar nicht, wie lieb er Dich hat.

Vielleicht ſo lieb wie Dich?

Ja, mich hat er auch lieb, und er hat mir verſprochen, er kommt zu uns nach Amerika.

Ich bin auch aus Amerika.

Ach ja! Willkommen, lieber Landsmann. Geh mit mir in den Garten und hilf mir einen Blumenſtrauß ſuchen, den ich morgen mitnehme.

Wohin gehſt Du denn morgen?

In aller Früh reiſen wir heim.

Wir ſehen uns nur zu Willkomm und Abſchied, ſagte Roland.

Komm mit mir in den Garten, erwiderte Lilian.