Elftes Buch.
Erſtes Capitel.
Im Gleichſchritt wanderten Roland und Erich über die Berge landeinwärts.
Zu keiner Zeit wandelt ſich's beſſer, als am friſchen Herbſt⸗ tage; auf den Wieſen weiden die Kühe, auf den Feldern werden die letzten Früchte eingeheimſt, das Laub der Bäume ſpielt in allen Farben und in der Luft liegt etwas wie thauige Abend⸗ kühle, es iſt der Abend des Sommers, der nun eintritt; die ganze Natur erſcheint wie geſättigt nach Vollendung der Arbeit.
Erich und Roland wanderten dahin, als müßten ſie immer ſo fortwandern und nirgends Raſt halten, ziellos, immer im gleichen
Schritt. s erzählte Erich von ſeinem eigenen Lebensgange,
Unterweg aber in ganz anderer Weiſe, als damals Clodwig und nachher 3 Sonnenkamp.
te freie Wanderung mit
Er hatte das Gefühl, daß er die letz Roland machte, und dieſer beſtätigte ſein Gefühl, indem er Erich mittheilte, daß Prancken bereits eine Uniform für ihn beſtellt habe; 3 er werde noch im Spätherbſt in das Cadettenhaus eintreten. Netzt auch ſprach Roland zum erſten Mal von Knopf, der er ſagte offen, daß es ihm wohl⸗ Leben eintrete, den Magiſter noch u verſöhnen. Erich erfuhr, wie ſchwer Roland ſeinen ehemoligen Lehrer verletzt hatte. Er hatte ihm, während er ſchlief, in Gemein⸗ ſchaft mit einem früheren Kammerdiener Sonnenkamps, und von
Auerba. Landhaus am Rhein. IMI.
auf Mattenheim Lehrer war; thue, bevor er in ein anderes
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