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vertröſtete ihn von Tag zu Tag, und als er Roland ſagte, daß Erich auch von der Sache wiſſe, war Roland betroffen. Warum hat Erich noch kein Wort davon geſprochen?
Die Profeſſorin bemerkte weit mehr als Erich, daß durch den Bade⸗Aufenthalt in Roland eine Veränderung vorgegangen war.
Jetzt erkannte das auch Erich und legte ſeine wiſſenſchaftliche
Arbeit wieder auf einige Zeit bei Seite. Aber es ſchien ihm nicht zu gelingen, Roland wieder ganz zu gewinnen.
Ein unerwartetes Ereigniß ſollte dazu verhelfen.
Eines Tages bat der Major, daß Herr Sonnenkamp geſtatte, ein großes Freimaurerfeſt in dem nahezu fertig geſtellten Ritter⸗ ſaal der Burg zu feiern; Herr Weidmann wolle das Feſt hier abhalten. Im erſten Augenblick wollte Sonnenkamp gewähren; es war gut, daß gerade jetzt Weidmann in ſeinen Umkreis treten ſolle, er fand indeß genehmer, noch zurückzuhalten, und fragte, warum nicht Herr Weidmann ſekbſt die Bitte ſtelle.
Der Major ſchien in Verlegenheit, er konnte doch nicht ſagen, daß er ſelbſt dieſes Verlangen geſtellt, daß aber Weidmann jede Beziehung zu Sonnenkamp kurz abgewieſen habe.
Sonnenkamp lehnte vorläufig ab, bat indeß den Major, eine freundliche Verbindung zwiſchen ihm und Weidmann anzu⸗ bahnen.
„Da weiß ich etwas Gutes,“ ſagte der Major.„Herr Weid⸗
mann wünſcht ſehr, daß Roland und Herr Dournay ihn einmal
beſuchen; ſchicken Sie ſie hin.“
Auch das lehnte Sonnenkamp ab, er fand eine Zuvorkommen⸗ heit gegen den ſchroff ſich fern haltenden Weidmann nicht am Platze. Als er aber am andern Tage ausritt, verlor er faſt die Zügel, es begegnete ihm ein offener Wagen, in dem Weidmann neben einem Manne ſaß, der Sonnenkamp die ſchwerſten Kämpfe der Vergangenheit zurückrief. Es war Doctor Fritz.
Er glaubte, daß er ſich geirrt habe. Er kämpfte mit ſich, ob er ſich Gewißheit verſchaffen ſolle, dann aber ſtellte er ſich auch dem Manne dar, der ihn erkennen mußte. Im Zorn wendete er raſch das Pferd und ritt an dem Wagen vorüber. Weidmann grüßte; ſein Begleiter ſchien erſchrocken, er griff ebenfalls nach dem Hut, zog ihn ab und jetzt war er unverkennbar: es war Doctor Fritz, ein Mann von ungewöhnlicher Größe und jugendlich friſchem Anſehen; das wellig gekräuſelte dichte Haupthaar, dieſe hohe Stirn,
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