Teil eines Werkes 
2. Bd. (1869)
Entstehung
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nicht jetzt führen. Nicht wahr, Excellenz? wendete er ſich an Clodwig.

Aber bevor dieſer geantwortet hatte, fiel Sonnenkamp ein:

Im Gegentheil, es würde mich freuen, wenn meine ver⸗ ehrten Gäſte mir die Ehre angedeihen ließen, mich als zugehörig zu betrachten und die Erörterung weiter führten; ja ich möchte dies ſogar als einen Beweis anſehen, daß Sie mich nicht als Fremden betrachten.

Clodwig, der ſeine ſtrenge Ordnung durchbrochen und auf vieles Zureden zwei Gläſer Champagner getrunken hatte, gewann plötzlich eine ſchelmiſche Miene und rief:

Nun denn, Herr Sonnenkamp, ſo ſagen Sie uns zunächſt Ihre eigene Meinung.

Ja, ja, rief der lange Lieutenant,wer Millionen er⸗ worben hat und ein ſolches Feenfeſt herrichten kann, der muß

Bitte, unterbrach Clodwig,laſſen Sie Herrn Sonnenkamp ſprechen.

Meine Verehrten, begann dieſer,ich habe alle Welttheile unſerer bewohnten Erde betreten und überall gefunden, daß es eine Ariſtokratie gibt und geben muß.

Iſt ja auch unter Pferden und Hunden ſo, warf der lange Lieutenant ein.Die Gräfin Dingsda aus Rußland hat zwei mausgraue Windhunde, die von der Kaiſerin Katharina wollte ſagen von den Hunden der Kaiſerin Katharina ab⸗ ſtammen.

Der von ſechzehn Pfund entlaſtete Hofmarſchall raunte dem langen Lieutenant zu, doch an ſich zu halten; er exponire ſich und die ganze Geſellſchaft. Der lange Lieutenant fuhr ſich mit der Hand über die Stirne und verſprach leiſe, zu gehorchen.

Erzählen Sie weiter, bat Clodwig, und Sonnenkamp fuhr

fort:

Es iſt auch für die wilden Stämme ein Glück, wenn ſie Geſchlechter beſitzen, die in geſchichtlicher Fortſetzung die Sammel⸗ vunkte und Haltpunkte für ſie bilden, und neue ſich durch Muth und Klugheit hervorthun, wenn man ſo ſagen darf, eine neue

Dynaſtie bilden. Der Schweiß ſtand Sonnenkamp auf der Stirn, Clodwig ſah das und nahm das Wort:

Man könnte ſagen, daß vielleicht der Adel vorzugsweiſe die