ttgart. 5
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Sonnenkamp ſah auf.
Bella rief lachend:
„Wir ſind dieſe Diebe am hellen Tage.“
Zu Clodwig gewendet, fuhr ſie fort:
„Sprich nun Du, lieber Clodwig.“
Clodwig brachte zaghaft vor, daß er wünſche, Erich möge zu ihm kommen. Ein ſcharfer Blick Sonnenkamps fiel auf Bella, er hatte den Zeigefinger der linken Hand erhoben, er wollte Bella mit lächelndem Drohen ſagen: Ich verſtehe Dich— aber er legte den Finger an den Mund und ſagte;
„Es freut mich, daß unſer Herr Erich ſo hoch in Gnade und Gunſt ſteht.“
Frich war von der eigenthümlichen Betonung des Wortes „unſer“ ſeltſam betroffen; und jetzt ſtreckte ihm Sonnenkamp die Hand entgegen und ſagte:
„Nicht wahr, Sie bleiben bei uns?“
Erich bejahte.
Mit großer Befliſſenheit erzählte nun Clodwig vom Beſuche bei der Mutter Erichs. Er wollte offenbar Herrn Sonnenkamp zeigen, daß ein Mann vom Stande und Range Erichs ſich nicht wegen einer Fahrläſſigkeit unterjochen laſſen dürfe.
Sonnenkamp pfiff unhörbar vor ſich hin, es ſchien ein Plan in ihm zu reifen. Auch Clodwig alſo hielt die Profeſſorin hoch? Gut, der Mann ſoll überraſcht werden. Die Profeſſorin ſoll Villa Eden beſuchen und was weiter folgt, wird ſich zeigen; Clodwig und die Profeſſorin ſollen, ohne daß ſie es wiſſen, ihm verhelfen, auf immer in die vornehme Geſellſchaft einzutreten.
Ein Plan, den er längſt gehegt und mit ruhiger Ausdauer verfolgt, war auf der Sommerreiſe neu gefördert worden. Die Cabinetsräthin, deren Bekanntſchaft man im Bade gemacht, hatte ihn geradezu gefragt, warum er ſich nicht in die vornehme Ge⸗ ſellſchaft aufnehmen laſſe; ſie hatte die Adelserhebung als leicht zu erringen dargeſtellt, zumal wenn man ihren Mann, der der Vertraute des Fürſten war, dazu gewinne. Sonnenkamp wollte nicht um die Standeserhöhung nachſuchen, ſondern wünſchte, daß ſie ihm angeboten würde. Dazu ſollte nun die neue Beziehung angewendet werden.
Wieder gelang es Bella, eine Weile mit Erich allein zu ſein und ſie ſagte, wie ſie ſich freue, daß ihr auch einmal eine Intrigue
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