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Der Diener ſagte, der Graf ſchliefe, der Arzt aus dem Thale ſei bei ihm.
Als die Ankömmlinge in das Vorzimmer traten, kam der Landarzt aus dem Krankenzimmer ihnen ent— gegen; er wollte Gunther den Fall mittheilen. Gunther bat, erſt dann, wenn er ſelbſt den Kranken geſehen, ihm Bericht zu erſtatten. Leiſe ging er mit Irma und Bruno in das Krankenzimmer.
Eberhard lag, den Kopf von hochaufgeſchichteten Kiſſen gehalten, im Bett, ſeine Augen ſtanden offen; er ſtarrte die Ankommenden an, regungslos, als wären es Traumgeſtalten.
„Eberhard! Von Herzen grüße ich Dich,“ ſagte Gunther. In den Mienen des Kranken zuckte es; er bewegte raſch die Augenlider auf und ab und ſtreckte taſtend dem alten Freund die Hand entgegen, aber die Hand ſank auf die Bettdecke; Gunther ergriff ſie und hielt ſie feſt.
Irma ſtand regungslos, ſie konnte kein Wort her⸗ vorbringen, kein Glied bewegen.
„Wie geht's Ihnen, Papa?“ fragte Brunv.
Als wäre ein Schuß an ſeinem Ohr vorbeigeſauſt, ſo raſch wendete ſich Eberhard und winkte, daß Bruno das Zimmer verlaſſe.
Irma kniete am Bett nieder, Eberhard taſtete ihr mit zitternder Hand über das Geſicht, ſeine Hand wurde naß von ihren Thränen, aber plötzlich zog Eberhard die Hand zurück, als hätte er ein giftiges Thier be⸗ rührt; er wendete das Geſicht ab und preßte die Stirn an die Wand. So lag er lange.
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