Teil eines Werkes 
2. Bd. (1866)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

316

„Die Königin verdient es, einen Freund wie Sie zu haben.“

„Ich ſtelle mich zu Ihnen,“ erwiderte Gunther ruhig;„ich glaube, wir ſind Beide der Freundſchaft dieſer echten Seele würdig.“

„Sie glauben alſo an Freundſchaft unter verheirathe⸗ ten Perſonen verſchiedenen Geſchlechts?“ fragte Brunv.

„Ich kenne ſie,“ erwiderte Gunther.

„Sie klein oder groß geſchrieben?“ fragte Bruno und lachte; ſchnell aber ſich der traurigen Veranlaſſung zur Reiſe erinnernd, wurde ſein Geſicht wieder ernſt.

Der Arzt erwiderte nichts.

An der erſten Poſtſtation traf man lärmende Grup⸗ pen. Der Poſtmeiſter berichtete den Reiſenden, daß eben der Wahlkampf vor ſich gehe, er ſei heiß, aber die Schwarzen würden hier unterliegen.

Bruno war ausgeſtiegen und ſagte zum Poſtillon:

„Edler Mitbürger, haſt Du auch ſchon Dein ſou⸗ veränes Wahlrecht heute geübt?“

„Ja wol, und gegen die Schwarzen.“

Man fuhr weiter.

An den folgenden Stationen ſtieg Bruno nicht wie⸗ der aus. Man näherte ſich dem Bezirke Eberhards. Als in der Gerichtsſtadt die Pferde gewechſelt wurden, hörte man laut rufen:„Graf Wildenort lebe hoch! Triumph!“

„Was iſt das?“ fragte Gunther zum Wagenſchlag hinaus.

Es wurde ihm erklärt, daß trotz aller Mühen der Schwarzen doch Graf Eberhard den Sieg erringen werde,

ſie Gehner ſlengt, das us ſe a ſin ſe ſelbſt in Vuter kan uß man ihn nitte ſich z w Ahen a Nan fuhr Irno ſa ud auch, da ſhren; er we Libarzt den u ſetzte ſich ur hlai nuf nn that de ohf war ihr ſien Peg h ſizte, tichtet In Pagen vieder legte ſilt, und ſ Die Kar er Fruno

Nittern Lidenort