—*
Drittes Buch. Erſtes Capitel.
Hanſei ſchaute in der niedern Stube zum Fenſter hinaus, hielt ſeine Pfeife mit beiden Händen und ſchmauchte in den Morgen hinein; nicht weit von ihm ſpaltete ein Taglöhner eine Fuhre Holz. Hanſei ſchaute ruhig zu, nickte, wenn der Holzſpalter gut traf, und lächelte als echter Kenner über den ungeſchickten Menſchen, wenn er ein Stück mit einem widerſpenſtigen Aſt um und um wenden und vergebens einhacken mußte. Die Großmutter begann das kleingehackte Holz nach der Giebelſeite unter das Vordach zu tragen und dort auf⸗ zuſchichten. Jedesmal, wenn ſie ab- und⸗ zuging, ſchaute ſie nach Hanſei, der aber rührte ſich nicht; endlich ſagte ſie, mit einem Armvoll Holz vor ihm ſtehen bleibend:
S J 8
„Freilich!“ erwiderte er und paffte weiter. Die Großmutter hatte mit dem kurzen Anrufe ſagen wollen⸗ Was iſt denn das? biſt du nur zum Zuſehen da? kannſt Du nicht wenigſtens das geſpaltene Holz auf⸗ ſchichten?
Auerbach, Auf der Höhe. 1l. 1


