Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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ließen und mir Leben und Freiheit anboten, wenn ich ihnen folgen wollte. Ich hatte wenig zu wagen, da ich nichts mehr zu ver⸗ lieren hatte, als höchſtens ein Leben, das mir anfing läſtig zu werden. Genug, ich ge⸗ nügte ihrer Aufforderung und folgte den Un⸗ bekannten, welche mich in kurzer Zeit zu einer Höhle brachten, die tief in den wil⸗ deſten Theilen des Gebirges lag. Hier fand ich zu meinem Erſtaunen noch auf hundert ſolcher Männer und befand mich nun, wie ich leider einſehen mußte, in der Mitte einer furchtbaren Räuberbande. Der Anführer derſelben war ein ältlicher Mann, der eben an einer tödtlichen Wunde darniederlag, und noch in ſelbiger Nacht ſein Leben unter dem

Geheul der Bande, der er lieb geworden

war, endete. Mein muthvolles unerſchrocke⸗ nes Benehmen mochten die, ſo mich herge⸗ bracht, mit übertriebenen Farben der Bande geſchildert haben, und ſo kam es, daß man

mir am andern Morgen den Antrag machte,„

die erledigte Stelle des Hauptmanns zu übernehmen. Ich bat mir einige Tage Be⸗ denkzeit aus, ließ mir während dieſer Zeit ihre beſtehenden Geſetze vorleſen, und fand, daß dieſe höchſt grauſam und barbariſch ab⸗ gefaßt waren. Ich hätte viel darum a— ben, wenn ich hoffen durfte, dieſe Menſchen

die durch einen ſchrécklichen Cid an einand der menſchlichen Gſellſchaft 6

gekettet waren,