156
der berauſchten Menge ibren Willen. Der ganze Weg, den die Erwarteten kommen mußten, war mit einer reichen Fülle duften⸗ der Blumen beſtreut, und von Zeit zu Zeit mußte ein Reiter die Straße hinabgaloppiren, unn bei Zeiten die Annäherung des Zuges zu verkünden. Gegen neun Uhr des Mor⸗ gens zog eine große Schaar Jungfrauen, gekleidet in blendend weiße Kleider und mit grünen Kränzen geſchmückt, hinaus vor das Thor, und bildeten zu beiden Seiten der Straße ein reizend belebtes Spalier. End⸗ lich wirbelte eine Staubwolke in der Ferne auf, der auf Spähung ausgeſandte Reiter kehrte ſchnell zurück und ſein Ruf:„ſie kom⸗ men,“ wurde von der harrenden Menge un⸗ ter Jubel wiederholt. Jetzt rollte ein Wa⸗ gen herein, auf welchem Apollonia mit ihrem Kinde, nebſt der Familie Müller ſaß, und dieſe wurden nicht wenig von den feſtlichen Vorbereitungen ergriffen. Nach ihnen folg⸗ ten zwanzig Huſaren von Elviros Leuten, Alle in prächtigen Uniformen und der beſten kriegeriſchen Haltung. Ein donnerndes„Le⸗ behoch!“ der frohlockenden Menge begrüßte ſie, aber noch weit ſtürmiſcher wurde der gügemeine Jubel, als Elviro an der Seite des gefangenen Großveziers ankam, und it Paradeſchritt die langen Reihen ſeiner G teuen folgten. Der kühne Elviro, in de iform eines Majors, warf ſeine freie


