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letzten Tagen unſres Zuſammenſeins Wir kennen es Alle, nur meine Mutter darf und ſoll es nie erfahren.“
„Willſt Du jetzt noch reiſen?“ wiederholte Elara ſcherzend, während er ſeine ſchöne Schweſter in die Arme ſchloß und küßte.
„Ja aber nur mit Dir!“ erwiderte er freudig bewegt.
Arm in Arm verließen die Glücklichen das Atelier, um der harrenden Mutter das frohe Freigniß zu verkünden, das auch ihr für den Reſt ihres Lebens den vollen Sonnenſchein des Glückes ſicherte.———
Und dieſer Sonnenſchein blieb ihnen Allen, die ſchweren Peü⸗ fungen waren überwunden.
Den Stürmen und Kämpfen folgen die Tage des Glücks und des Friedens.
Wohl verſuchen böſe Zungen, von Neid und Bosheit erfüllt, dieſes Glück zu trüben, aber es gelang ihnen nicht, ihre gift⸗ geträniten Pfeile prallten machtlos ah an dem feſten Schilde, deu die Liebe ihnen entgegenhielt.
Baroneſſe Adelaide äußerte Anfangs freilich auch Bedenken, gegen die„Mesalliance“ Clara's aber da ſie Willy und Frau Magdalena näher kennen lernte, befreundtten ſie ſich bald mit ihnen, und da ihr gegenüber das Geheimniß ſtreng gewahrt blieb ſo t übte kein Schatten dieſe Freundſchaft.
Es war ein heitres, glückliches Leben ſowohl in Oſthoen wie auf dem Gute in der Nähe, welches Ferdinand von Falken⸗ berg gekauft und mit ſeiner iungen Frau und deren Eltern be⸗ zoge hatte, und wenn dieſes Glück erhöht werden konnte, ſo geſchch das in den Tagen, die Miß Cieveland alljährlich im Kreiſe dieſer Familie zubrachten.
Die alte wärdige Dame hing mit unwandelbarer Liebe an dieſen braven, tüchtigen Menſchen und ihren Kindern, mit denen ſie ſelbſt nocheinmal jung wurde.
Ende.
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