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Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 4. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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1576

alledem bin ich es geworden, ſo glücklich, wie ein Menſchenkind nur werden kann. Sagen Sie mir nicht, die Verhältniſſe hätten das bewirkt, nein, ich würde längſt dieſes Glück gefunden haben, wenn ich nicht ſo eigenſinnig meine Augen ihm verſchloſſen hätte.

Willy hörte die Worte kaum, ſein ganzes Denken weilte bei jenem füßen Traume, den er vergeſſen wollte und doch niemals vergeſſen konnte.

Er blickte durch das hohe Fenſter hinaus in die Abenddämme⸗ rung, die gleich einem grauen, nebelfeuchten Schleier immer dichter ſich niederſenkte.

Er bemerkte nicht, daß ſeine Mutter und Cäcilie das Atelier verließen, er ſah auch nicht den thränenſchweren Blick, der voll inniger Liebe auf ihm ruhte.

Es bleibt mir noch Eins zu thun, ehe ich von Ihnen ſcheide, ſagte Klara, und der füße Klang ihrer Stimme ſchreckte ihn auf von ſeinem Brüten.Ich habe Ihnen wehe gethan, ja, wie man mir ſagt, Sie in den heiligſten Gefühlen gekränkt, ohne daß ich es wollte oder nur ahnte. Jene Worte, ich dachte nichts Arges dabei, als ich ſie ſprach, ſollten uns Beiden über eine peinliche Situation hinweg helfen, ich glaubte, Sie würden die Geiſtes⸗ gegenwart haben, auf den Scherz einzugehen. Wenn ſie gewußt hätten, wie unſaglich ſchwer mir ſelbſt dieſer Scherz wurde! Sie hatten keine Ahnung und deshalb hielten Sie mich für herzlos.

Willy blickte das ſchöne Mädchen an, wie Einer, der aus ei⸗ nem ſchweren Traume erwacht und noch immer zu träumen wähnt, wieder nicht glauben kann, daß er ſo plötzlich von dem Alp eines beängſtigenden Traumes befreit iſt. O, war es wirklich Wahr⸗ heit, was ſie ſagte?

Können Sie mir verzeihen? fraate ſie

Verzeihen? erwiderte er die alte Bitterkeit regte ſich noch einmal in ſeinem Herzen.Bin ich es nicht, der um Ver⸗ zeihung bitten muß? Mußte ich nicht auf jene Worte mich gefaßt machen, als ich die Verwegenheit beging, meine Augen zu Ihnen zu erheben und einem Wunſche Raum zu geben, der nie⸗ mals Erfüllung finden konnte?

Niemals fragte Clara, vor ſeinem glühenden Blick die Wimpern ſenkend.Darf nicht ein edler Mann nach dem höchſten Ziele ſtreben?

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