Druckschrift 
Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 4. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
Einzelbild herunterladen

früher niemals daran gedacht hatte, die Bücher und die Verwal⸗ tungs Caſſe zu revidiren.

Wortmann mochte dieſe Entdeckung wohl ahnen, er kam auf ſeine Bitte, ihn in ſein Amt wieder einzuſetzen, nicht mehr zurück, als er zum erſten Male eine oblehr ende Antwort erhalten hatte.

Und es lag ihm auch nicht viel daran. Im Hauſe ſeines Schwiegerſohnes hatte er ein Aſyl gefunden, in welchem er fich wohl fühlte, und die Zinſen ſeines Vermögens ſicherten ihm nicht nur ein ruhiges, ſorgenfreies Alter, ſie gewährten ihm auch die Mittel, manchen Lebensgenuß ſich zu verſchaffen, auf den er früher hatte verzichten müſſen.

Hellmuth Waldſtern ſtand anf dem beſten Fuße mit dem alten Manne, der jetzt vor dem Talent ſeines Schwiegerſohnes Reſpect bekommen hatte, ſah er doch täglich, daß das roſtloſe Schaffen Hellmuths nicht nur Ruhm und Ehre, ſondern auch klingenden Lohn einbrachte.

laſenten Nicht minder wor Abraham Schwanenthal zufrieden mit der hrt i Aenderuug, die er in ſeinen häuslichen Verhältniſſen getroffen iewure Er führte jetzt doch im Kreiſe der Seinigen ein anderes an⸗ Gruner genehmeres Leben. arthuuſts Die junge Frau ſeines Neffen bot Alles auf, ihm den Aufent⸗ halt in ſeinem Hauſe angenehm zu machen, er gewann ſie mit jedem Tage lieber, und mit den Projekten Bertrams hatte er ſich raſch befreundet, als er die Ueberzeugung erlangte, daß dieſe Speculationsunternehmungen auf einem ſoliden Fundament ruh⸗ ten und reichen Gewinn abwarfen.

Er fand in dieſen Unternehmungen auch für ſeine Kapitalien eine ſichere und ſehr vortheilhafte Anlage, und dies bewog ihn, alle Ausſtände allmählig einzuziehen und ſein ganzes Vermögen dem unermüblich thätigen Neffen zur Verfügung zu ſtellen.

Dem Polizeirat, mit dem er befreundet blieb, vergaß er nie daß er durch ſeine Warnung vor einem großen Verluſt bewahrt worden war.

Es wäre ſehr fraglich geweſen, ob Baron Udo die zweite Hypothekforderung anerkannt hätte, wenn er auch die Forderung des Bankiers Becker nach einigen Zeugen beſtättigte. Mit der Forderung Becker's hatte es ja eine andere Bewandniß.

th gelegt

ranz aus

1. font⸗ Akſeht⸗