Rdem et
1551—
„Das kümmert Euch nicht,“ erwiderte der Baron barſch. „Gut geſagt, aber Ihr thätet beſſer, aufrichtig zu ſein, es hängt ein Gewitter in der Luft.“
„Woher wißt Ihr das?“
„Unſereins erfährt Manches, was Andern verborgen bleibt.“
Der Majoratsherr ſah ihn forſchend an. War dieſer Mann ebenfahs gekommen, um ihn zu warnen? Faſt ſchien es ſo.
„Hat Euch Jemand geſchickt?“ fragte er.
„Mich?“ ſpottete Bucket.„Ich wüßte nicht, wer es thun ſollte mich kennt hier Niemand.“
„Aber Ihr ſeid gekommen, um mich zu warnen!“
„Na, ſo ſchlimm iſt es noch nicht.“
„Sagt gerade heraus, wos Ihr wißt,“ erwiderte der Baron ungedulbig,„wenn Ihr mir eine wichtige Mittheilung macht, werde ich Euch belohnen.“
„Ich brauche nichts.“
„Was? Ihr verſchmäht Geld?“
„Aus Eurer Haud nehme ich es nicht.“
„Habt Ihr dafür beſondere Gründe?“
„Jawohl,“ erwiderte Bucket, ohne vor dem flammenden Blick des Majoratsherrn die Augen niederzuſchlagen,„an Euren Händen klebt Blut.“
Der Baron griff nach einem Terzerol, welches vor ihm auf dem Schreibtiſch lag, aber im nächſten Augenblick befand die Waffe ſich in den Händen Buckets. hr ſeid ein guter Schütze,“ ſagte der letztere,„drüben habt Ihr es genügend bewieſen, ich verlange keinen weitern Beweis.“
„Wollt Ihr die Waffe hinlegen?“ knirſchte der Baron.
„Erſt weun ich Euch verlaſſe!“
„Mit meinen Hunden laſſe ich Euch hinaus hetzen!“
„Bah, was würdet Ihr dadurch gewinnen? In der nächſten Stunde würdet Ihr verhaftet, das verſpreche ich Euch.“ er athmete ſchwer auf; mit dieſem Mane, er nicht ſo leicht fertig, wie mit dem Ba⸗
„Ihr ſeid ein roher Burſche und ein elender Schuft dazu,“ ſagte er, zitternd vor Wuth.„Was wollt Ihr eigentlich, was
führt Euch hieher?“
3½
—


