nicht, ſie reichte nicht hin, ihm drüben ein Leben zu ſichern, wie er es zu führen wünſchte.
Sollte er wirklich die Flucht ergreifen?
Der Kammerdiener brachte ihm einen Brief; er ſei an der Thüre abgegeben worden, ſagte er.
Der Baron erbrach mit zitternden Händen das Siegel, er hatte die Handſchrift des Bankiers ſofort erkannt.
Haſtig überflog er die Zeilen, ein heiſeres Lachen entreng ſich den bebenden Lippen.
„Die Rotten verlaſſen das Schiff,“ murmelte er leiſe,„ich hätte es erwarten können.“
Er ſtützte das Haupt auf die Hand und verſank in Sinnen.
Jetzt durfte er freilich nicht mehr darauf rechnen, daß der Bankier ihm das Geld zahlte, er hatte eigenhändig den Brief adreſſirt, alſo war er auch mit dem Inhalt desſelben einver⸗ ſtanden!
Plötzlich fuhr er aus ſeinem Sinnen empar, ein leiſer Schrei entfuhr ſeinen Lippen, vor ihm ſtand der Vagabund.
„Hol Euch der Teufel!“ rief er wüthend.„Wer hat Euch eingelaſſen?“
„Ich ſelbſt,“ erwiderte Bucket ruhig.
„Ohne Erlaubniß? So machen's die Spitzbuben auch!“
„Pah, wir wollen uns gegenſeitig keine Schmeicheleien ſagen, es kommt nichts dabei heraus.“
„Was wollt Ihr hier?“ fragte der Majoratsherr, indem er ihm einen drohenden Blick zuſchleuderte.
„Plaudern!“ ſagte Bucket, der bereits ſich in einem Seſſel niedergelaſſen haite.
„Seid Ihr verrückt?“
„Bewahre, ich bin ſogar außerordentlich vernünſtig.“
„Und ich behaupte das Gegentheil. Scheert Euch hinaus!“
„Soll ich vraußen an die große Glocke hängen, was ich weiß?“
Der Baron biß ſich auf die Lippe, Bucket rückte mit ſeinem Seſſel näher, und er wußte es dabei ſo einzurichten, daß ſein Gegner hart an ihm vorbligehen mußte, wenn er das Zimmer verlaſſen wollte.
„Wer war vorhin bei Euch?“ fragte er.
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