Druckschrift 
Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 4. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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Aber trotz alledem er auch

zu

in

Ruhlos, mit der bre in der Hand, durchwan⸗ derte er alle Räume ſeines Schloſſes, jene Räume, die er für die neue Herrin ſo prächtig hatte ſchmücken laß

Von Zeit zu Zeit er ſtehen, um über irgend eine Frage nachzudenken, aber gleich darauf eilte er wieder weiter, gehetzt von dem eignen böſen Geniſen, welches ihm in jeder dunklen Ecke ein drohendes Geſpenſt zeigte.

Er konnte erſt dann wieder frei aufathmen, wenn er an der

Seite ſeiner jungen Frau der Heimath den ücen gemandt haite, und er war entſchloſſen, von dieſer Reiſe erſt dann zurückzukehren, wenn über alle Ereigniſſe, die ſein Gewiſſen belaſteten, Gras ge⸗ wachſen wer.

Vielleicht auch kam er nie zurück. Er konnte ja das Majo⸗ ratsgut ſeiner Tochter überlaſſen und ſich in Italien oder in der anzuſiedeln, die Mitgift ſeiner Frau und das Vermögen ſeines Se wiegervaters gewährten ihm hierzu die Mittel.

Jedoch, daß waren Projekte, über die er jetzt nicht nachbenken mochte, es war immer noch früh genug, wenn er ſich nach der Hochzeit mit ihnen beſchäftigte.

Er kehrte in ſein Kabinet zurück und ſchlug die Rechnungs⸗ bücher des entlaſſenen Verwalters auf. Er wollte ſeine Gedanken zwingen, ſich mit anderen Dingen zu beſchäftigen, und nichts war mehr dazu geeignet, als das trockne Studium dieſer Bücher.

Wenn er die Beweiſe fand, die er haben mußte, um eine An, klage gegen Wortmann erheben zu können, ſo beſaß er wenigſtens eine Waffe, mit der er den alten Mann zwingen konnte, ſeine Feindfeligkeiten gegen ihn ein zuſtellen.

Und daß er ſolche Beweiſe finden werde, bezweifelte er nicht.

Wortmann mußte den früheren Majoratsherrn betrogen und beſtohlen haben, wie hätte er ſonſt ſich ein ſo großes Vermögen erwerben können!

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