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„Seien Sie vernünftig, Florentine,“ ſagte er mit einem tücki⸗ ſchen Blick auf den Schrank,„mein eignes Intereſſe fordert es. te glauben einen Beweis gegen mich zuhaben, aber wenn Sie die Sache bei Licht betrachten, ſo können Sie mit dieſem Beweis gar nichts ausrichten, weil Se keinen Glauben finden werden. Schon der Gedanke, daß eine Schauſpielerin eine ſo furchtbare Anklage gegen den Majorats errn von Oſthofen ſchleudern will, iſt lächerlich—“
„Denken Sie an die Narbe!“
„Pah, Narben verwachſen im Laufe der Zeit, auf ſie läßt ſich kein Beweis gründen. Man wird mir Glauben ſchenken und in Ihrer Anklage unr eine boshafte Verleumbung er⸗ blicken—“
„Wollen Sie es darauf wirklich ankommen laſſen?“
„Wollen Sie vielleicht auf die Summe ve zichten? Sie wären thöricht, wenn Sie es thäten, und ich erinnere mich, daß ſie ſtets
eine kluge Frau waren. Wenn ich Ihnen ſage, daß ich das Geld
in dieſer karzen Zeit nicht zahlen kann, daß ich es aber zahlen werbe, ſobald ich es beſitze, und daß ich bereit bin, Ihnen dieſes Verſprechen ſchriſtlich zu geben, ſo werden Sie einſehen, daß Sie warten müſſen, bis dieſer Zeitpunkt gekommen iſt.“
„Und wenn ich dies nicht einſehen kann?“ fragte Florentine, die ihn unausgeſetzt ſcharf beobachtete, jeben Augenblick eines plötzlichen Angriffs gewärtig und entſchloſſen, dieſe m Angriff mit ihrer ganzen Energie entgegenzutreten.
„Dann müſſen Sie thun, was Sie nicht laſſen können,“ er⸗ widerte der Baron achſelzuckend,„aber ber verlierende Theil wer⸗ den Sie ſein.“
„Binnen drei Tagen, von dieſer Stunde an gerechnet—“
„Beſt hen Sie werklich auf dieſer Forderung?“
„Dann ſage ich Ihnen voraus, daß die Friſt verſtreichen wird ohne—“
„Nehmen Sie das nicht ſo leicht,“ warnte die Schauſpielerin, „ich bin entſchloſſen den Weg zu gehen, den ich Ihnen gezeigt habe.“
„Sie könnten ſelbſt in die Grube hineinfallen, die Sie mir gegraben,“ ſpottete der Majoratsherr,„berückſichtigen Sie das
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