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daß die Pläne des Polizeiraths, der in ſolchen Dingen jedenfalls erfahren war, nicht durchkreuzt wurden.
„Wo wohnt die Signora? fragte der Kaſſirer.
„Weshalb wollen Sie es wiſſen?“ erwiederte Sam in einem Tone, der deutlich das erwachende Mißtrauen verrieth.
„Weil ich ihr das Geld ſchicken will.“
„Ich darf es Ihnen nicht ſagen.“
„Was hindert Sie daran?“
„Der Befehl meiner Herrſchaft.“
„Das klingt ſehr auffallend,“ ſagte der Kaſſirer. Jeder ehr⸗ liche Menſch darf ſeine Wohnung nennen.“
„Aber Damen haben Rückſichten zu nehmen,“ erwiderte Sam ſpöttiſch, und ich bin zu höflich, als daß ich ſolche Rückſichten verletzen könnte.“
„Wenn Signora Grimoldi einen ſo höflichen Diener hat, ſo wird ſie ſich begnügen müſſen ſelbſt hieher zu kommen,“ ſagte der Kaſſirer in demſelben Tone.„Dieſe Quittung hat für mich, da ich die Handſchrift de Signora nicht kenne, keinen Werth. Sagen Sie das der Wme; erlaubt ſie Ihnen, ihre Wohnung namhaft zu machen, ſo werde ich das Geld ſchicken.“
Damit war Sam abgefertigt, aber er blieb trotzdem ſtehen.
Wenn ich nun einen Bürgen hätte, der die Aechtheit der Un⸗ terſchrift beſcheinigt und dafür garantirt?“ fragte er, ohne von dem Polizeirath, dem er den Rucken zugewandt hatte, die min⸗ deſte Notiz zu nehmen.
„Einen Bürgen? erwiderte der Kaſſirer.„Es kommt darauf an, wer dieſer Bürge iſt.“
„Ein ſehr angeſehener Herr!“
„Wirklich? Na, ich will Iynen etwas ſagen, guter Freund. Wir brauchen hier keine Bürgſchaft, Signora Grimaldi kommt entweder ſelbſt, oder ſie empfängt das Geld in ihrer Wohnung, eins von beiden!“
„Anders thun Sie's nicht?“
„Nein.“
„Dann warten Sie, bis ſie ſelbſt kommt,“ erwiderte Sam, während er ärgerlich den Hut auf den Kopf warf. Und wenn Sie die Signora nicht kennen, wer bürgt Ihnen dann dafür, daß Sie nicht betrogen werden?“
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