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„So werden die Damen einen Ausgang gemacht haben,“ er⸗ widerte der Kammerdiener achſelzuckend.
„Das läßt ſich nicht wohl annehmen, da Signora Grimaldi ſich krank gemeldet hat.“
„Krank?“ fragte der Lord überraſcht.„Sie hat geſtern Abend noch geſungen und ihre brillante Stimme ließ nicht im Entfern⸗ teſten auf ein körperliches Leiden ſchließen.“
„Das heutige Konzert wird nicht ſtattfinden, weil Signora Grimaldi plötzlich erkrankt iſt,“ erwiderte Ferdinand.„Ich habe dieſe Ankündigung mit eignen Augen geleſen.“
„Dann laßt ſich allerbings nicht mehr zweifeln,“ ſagte My⸗ lord, ſich zu ſeinem Kammerdiener weudend.„Sie werden ſich ſo⸗ fort erkundigen, mein Hausarzt ſoll die Damen behandeln und—“
„Mylord, ich wiederhole, die Damen haben das Haus ver⸗ laſſen,“ unterbrach Ferdinand von Falkenberg ihn.
„Wir werden das bald erfahren. Das Haus hat einen Aus⸗ gang nach dieſer Seite hin, wie werden durch den Park gehen und—“
„Darf ich mich anſchließen, Mylord?
Gewiß. Aber da wir den Damen nicht vorgeſtellt ſind— oder ſtehen ſie in einem verwandſchaftlichen Verhältniß mit Ihnen?“
„Nein, Mylord.“
„Dann müſſen wir zurückbleiben, während mein Kammerdie⸗ ner hineingeht. Er als der Vermiether des Hauſes, hat dazu ein Recht, welches wir für uns nicht beanſpruchen dürfen, trotz⸗ dem ich der Eigenthümer bin.“
Ferdinand nickte zuſtimmend, er konnte dagegen nichts ein⸗ wenden, und nachdem der Lord ſein edles Haupt bedeckt hatte, traten die Herren den Weg an.
Sie ſchritten durch den Park und erreichten bald das Haus, deſſen Fenſter auch nach dieſer Seite hin feſt geſchloſſen waren.
Der Kammerdiener holte einen Schlüſſel aus der Taſche und öffnete, dann ging er in das Haus hinein⸗
„Sie ſind ein Deutſcher?“ fragte der Lord.
Ferdinand bejahte.
„Kennen Sie die Damen ſchon länger?“
„Ich lernte ſie in Deutſchland kennen.“
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