Druckschrift 
Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 3. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
Einzelbild herunterladen

kenvoll,er wußte, daß ſie hier Freunde beſitzt, die ſie warnen können, alſo war er ſeiner Sache ſicher, und ich ziehe daraus den Schluß, daß er mit der Frau in Verbindung geſtanden hat. Ich werde den Unterſuchungsrichter bitten, mich einen Blick in die hinterlaſſenen Papiere des Verſtorbenen werfen zu laſſen. Wiſſen Sie vielleicht, Madame Winkel, ob Hurter dann und wann Briefe empfangen hat?

In der letzten Zeit kam das öfter vor, erwiderte die ehe⸗ malige Schauſpielerin, aus dem Brüten, in das ſie verſunken war, emporfahrend.

Woher kamen die Briefe?

Ich weiß es nicht, der Poſtbote brachte ſie.

Haben Sie nie einen Blick auf die Adreſſe eines ſolchen Brie⸗ fes geworfen?

Nein, in der Regel waren es Geldbrife, die der alte Herr perſönlich in Empfang nehmen mußte.

So, ſo, Gelbbriefe? ſagte Heller gedehnt.Sie enthielten jedenfalls den Preis für ſein Schweigen.

Glauben Sie das wirklich? fragte der Baron.

Nun ich denke, dieſe Vermuthung liege nahe, ich hoffe, da⸗ rüber in den nachgelaſſenen Papieren näheren Aufſchluß zu finden.

Mit dem Inhalt der Briefe ſchien er nicht ganz zufrieden zu ſein, ſagte Madame Winkel.

ringen n

Sie haßen nie eine Frage deshalb an ihn gerichtet? 451

Nur einmal, aber da wurde er ſo grob, daß ich es nicht verliß, ſ wieder wagte. S Alſo darf man annehmen, daß dieſe Briefe ſich auf ein Ge⸗ e

heimniß bezogen, welches er Niemanden enthüllen wollte, ſagte uillili

Heller ſinnend.Es wird nicht ſchwer zu ermitteln ſein, aus Viglichk welcher Stabt dieſe Briefe abgeſchickt worden find, da es Werth⸗Ds

briefe waren, ſo müſſen die Bücher der Poſt darüber Auskunft zwerfend

gebeu. und die Baron Udo erhob das Haupt, auch er war in Nachdenken

verſunken geweſen, ein leuchtender Hoffnungsſtern ſtieg vor ſeinen Sü⸗

Augen wieder auf. Vielleicht kommen wir auf dieſem Wege raſch und ſicher zum

zu verfol

Der