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Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 3. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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Heftig, eigenſinnig und tückiſch. Dabei auf ihren Vortheil

bedacht, in jeder Weiſe berechnend und daneben eine vollendete

Heuchlerin.

Sie war nicht verheirathet?

Nein, ſie war Wittwe.

Hatte ſie eigne Kinder?

Soviel ich weiß, nicht, aber ich kann mit Sicherheit die ſe Frage nicht beantworten, denn aufrichtig geſagt, habe ich mich niemals um die Familienverhältniſſe meines Dienſtperſonals be⸗ kümmert.

Man ſollte das niemals unterlaſſen, Herr Baron! ſagte der Polizeirath ernſt, während er ſeine Notizen machte,es können Verhältniſſe eintreten, in denen es ſehr wünſchenwerth iſt, die Genealogie jedes Dieners zu kennen. Sie wiſſen alſo auch nicht, ob die Frau Grimm Verwandte beſaß?

Nein ich weiß es nicht.

Und aus welchem Grunde hat die Wärterin dieſe Rache ge⸗ nommen?

Meine Gattin war nervös gereizt, der Zuſtand, in dem ſie ſich befand, forderte Nachſicht und Schonung, aber die Wärterin nahm darauf keine Rückficht, und da mochte wohl oft ein böſes Wort das andre geben. Es iſt gewiß möglich und ſogar wahr⸗ ſcheinlich, daß der Fran ungerechte Vorwürfe gemacht worden ſind, die ſie erbittert haben, erſt ſpäter erfuhren wir, daß ſie uns mit ihrer Rache gedroht hatte, da aber war es leider ſchon zu ſpät. der Drohung wirkſam entgegen zu treten.

Außer dem Hut und dem Mantel des Kindes haben Sie der⸗ zeit nichts gefunden?

Veiſ

Und die erſte Nachricht erhielten Sie erſt vor kurzer Zeit?

Durch dieſen Brief, ſagte der Baron, indem er das Schrift⸗ ſtück aus ſeinem Portefeuille nahm und es dem Agent über⸗ reichte.

Hurter gab zu, daß er ihn geſchrieben hat?

Jawohl.

Der Polizeirath las den Brief, dann faltete er ihn wieder zuſammen.

Er wußte alſo, wo die Fran ſich befindet, ſagte er gedan⸗