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Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 1. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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dar⸗ und Sache

renge

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ihm herübergekommen iſt, da braucht Ihr nicht lange nach Grün⸗ den zu fragen?“

In den tückiſchen Augen des Vogabunds loderte die Gluth des erwachenben Haſſes jäh auf..

„Alſo der ſteckt dahinter?“ ſagte er.

„Wohrſcheinlich! Der Baron hat ihm. das Amt übertragen, zu ſehen, und von dem Haß Benders dürft Ihr das Schlimmſte erwarten.“

Ein Wuthſchrei entfuhr den bebenden Lippen des Trunkenbolds.

„Es könnt' umgekehrt kommen!“ erwiderte er mit heiſerer Stimme.„Der Florian ſoll ſich in Acht nehmen, hab' noch eine alte Rechnung mit ihm zu ordnen.“

t ihm lieber aus dem Wege,“ warnte der Förſter,„es

iſt beſſer für Euch. Was habt Ihr davon, wenn Ihr den Bur chen niederſchießt? Im Zuchthaus ſoll's auch nicht angenehm

ſein. Beſſert Euch Fraaz, und ſucht Arbeit, das iſt ehrenvoller. Ihr wißt nun woran Ihr ſeid, bisher iſt Euch Manches durch⸗ gegangen, der neue Majoratsherr ſpaßt nicht, und ich fürchte, der Florian iſt ein guter Spürhund, er hat's drüben in den ameri kaniſchen Wälbern gelernt.“

Bebend vor Wuth ſah der rothe Franz mit ſtarrem Blick dem davonſchreitenden Förſter nach. Seine Augen quollen aus den Höhlen hervor, die Adern auf der Stirne ſchwollen drohend an, und gleich einem Fieberſchauer überlief ein convulſiviſches Zittern den robuſten Körper.

„Der Florian!“ murmelte er.„Muß der Burſch noch ein⸗ mal mir in den Weg treten?“

Er lachte laut auf, es war ein rohes, heiſeres Lachen.

„Wir wollen ſehen, wer gewinnt!“ rief er, dann eilte auch er von dannen.

Kaum einen Büchſenſchuß von dem Schloſſe Oſthofen entfernt, lag an der Landſtraße eine kleine Schenke, in der die Knechte des Gutes und die in der Umgegend wohnenden Bauern hinter den Bier⸗ und Branntweingläſern zu politiſiren und die Tagesneuig⸗ keiten zu beſprechen pflegten. In dieſe Schenke trat der rothe Franz und beim Eintritt in die Gaſtſtube fiel ſein erſter Blick

auf Bender, der mit einigen Bauern beim Kartenſpiel ſaß.