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ich ſaß und lugte durch mein Glas in das weite Meer hinaus. Dieſes lag in prachtvoller, ſonnenheller Spiegel⸗ glätte ausgebreitet, vom äußerſten Rande erhob es ſich wie dünnes, ſilberflimmerndes Gewebe, allmälig in das helle Blau des Firmaments übergehend— dorthin war mein Glas gerichtet, und wirklich flimmerte es wie ein Silber⸗ netz vor meinem Auge, in welchem plötzlich ein dunkler Punkt erſchien,— ich glaubte den Sehnerv überreizt und nahm das Glas vom Auge, aber unwillkürlich richtete ſich dieſes unbewaffnet derſelben Stelle zu,— richtig zeigte ſich dort ein kleiner dunkler Punkt in dieſem Nebelſchleier der über dem Rande des Meeres hing,— Du mußt wiſſen, daß Uebung mich zur Meiſterin machte,— ſchnell nahm ich das Glas vor,— und in dieſen wenigen Augenblicken war der anfangs kleine Punkt ſchon beträchtlich genug geworden,— und jetzt flatterte es auf wie eine Möwe, die ſich zum Fluge
erhebt,— jetzt—— nun, ich will Dich nicht ſo lange zwei⸗
feln laſſen, als ich erwartungsvoll zweifelte,— ein ſtattliches Schiff kam mit vollen Segeln auf unſere Küſte,— gerade auf die Stelle, wo das kleine„Sauſſaie“ lag, zu,— und denke Dir, Helene— am Vormaſt flatterte ein großes buntes Tuch!
Ich ſchrie laut auf,— ich weinte,— ich lachte,— ich warf mit beiden Händen Küſſe hinaus,— ich rief laut: Francis! mein Francis!— war ich doch ein Kind!— end⸗ lich kam mir ein vernünftiger Gedanke,— ich riß einen großen rothen Shawl aus dem Kaſten und ließ ihn zum 14*


