Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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Stellung war wie zu einem augenblicklichen Sprunge vor⸗ bereitet: beide Beine in den Knieen etwas gebogen, eines kaum etwas weniges dem andern vorgeſetzt, den Kopf nie⸗ dergezogen und etwas vorgeſtreckt, der Rücken etwas ge⸗ beugt, es bedurfte nur des elaſtiſchen Aufſchnellens der ſehnigten Muskeln, um den ganzen Körper zum vollen Sprunge zu bringen; die eine Hand hielt den Griff der Art gefaßt, welche jetzt nicht mehr über dem Haupte ge⸗ ſchwungen war, ſondern mit der rechten Hüfte in einer Linie lag, während die andere Hand mit feſtem Griffe an der aus Hirſchgeweih geſchnitzten Handhabe des Meſſers lag, das noch in ſeinem Gürtel ſteckte. Der Ausdruck ſei⸗ nes Geſichts war drohend, ernſt, durch die angewendeten Farben wildblickend, aber doch dabei ruhig und würdevoll, wie es dem Sachem einer großen Nation zukam, das Auge war nicht minder ſtarr und feſt auf das ſeines Geg⸗ ners gerichtet, und ſo ſtanden ſich die Beiden einander gegenüber, etwa wie zwei Beſtien der Wüſte, eines des andern Kraft und Kampfesfähigkeit erkennend mit Verlangen den Augenblick des Angriffes erwartend, aber vorſichtig zaudernd, um dieſen nicht ſelbſt erfolglos und dann zum eigenen Nachtheil zu machen.

War es nun, daß der Indianer ſeiner Schnelligkeit mehr vertraute, als der Europäer, oder machte dieſer viel⸗ leicht eine leichte Bewegung, welche der Erſtere für einen

1858. V. Van Hoboken. II. 14