verſtändigt haben, daß ſie nur halbe Athemzüge geholt und den Schlaf vermieden haben, um nicht durch ein unbe⸗ wußtes Geräuſch ſich zu verrathen,— wir wußten doch ſchon ſeit zwei Stunden von ihrem Beſuche und die Renner ſind abgeſchickt, um die benachbarten Dörfer von dieſem Einfall in Kenntniß zu ſetzen.“
„Und wie wird jetzt ihr Angriff ſein?“ fragte Frank mit Intereſſe. Er hatte noch keine Idee von der india⸗ niſchen Kriegsführung und war zu viel jugendlicher Aben⸗ teurer, um ſich nicht in dieſem Augenblicke mit voller Seele der Sache der Pequots anzunehmen.
„Es iſt die Frage, ob ſie überhaupt angreifen,“ er⸗ wiederte der Krämer,—„ſie ſehen ihren Plan, uns zu überraſchen, vereitelt und halten jetzt wahrſcheinlich dort oben im Dunkel des Waldes Berathung, was weiter zu thun ſei. Eine vereitelte Ueberraſchung ruft einen offenen Kampf hervor, wo ihrerſeits ſo viele Köpfe ſkalpirt werden können, als ſie von uns Skalps heimbringen, und ſolches bringt dem Häuptling, welcher dieſes Unternehmen führt, wenig Ehre ein, wenn er heimkommt,— ſolch' ein Kriegs⸗ oberſter will aber volle Ehre gewinnen oder keine,— es iſt daher nicht ſelten, daß es in ſolchen Fällen nur beim blinden Lärm bleibt.“
Die Beiden waren unter dieſem Geſpräche in das Dorf hinabgekommen, wo ſie bereits Männer, Jünglinge,


