Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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und Schläfe, wegen eines Hautriſſes, den er ſich an einem vorſtehenden Nagel geholt hatte, und außerdem trug er noch ſeine Kappe tief über die Stirn herabgezogen, erſt heute ſchien die Hautwunde geheilt zu ſein, denn erſt heute war das ſchwarze Pflaſter verſchwunden, und ſo viel man im Schatten des Tannenbaumes bemerken konnte, war der Riß ſehr ſchön geheilt, ſo daß wirklich gar keine zurückge⸗ bliebene Narbe zu bemerken war. Aber wie er ſich ſo zu⸗ rückzog, war es nur einem ſo ſcharfen Auge, wie Frank Lincoln beſaß, möglich, das Dunkel zu durchdringen, und wie es oft eine Sache des Momentes iſt, jetzt zuckte es plötzlich wie ein Lichtfunke durch ſeine Seele, jetzt wußte er es, jetzt war er vollkommen überzeugt, dieſen Mann ſchon einmal geſehen zu haben, aber wo5 das wußte er nicht, und damit marterte ſich ſeine Seele jetzt ab, während er ſtarren Blickes nach der dunklen Stelle hinſchaute, wo ihm noch eben eine bekannte Phyſiognomie entgegengeſtarrt hatte, die aber eben ſo plötzlich als unbe⸗ merkt verſchwunden war. Frank Lincoln blickte im ganzen Saale herum, aber nirgend ſah er den geheimniß⸗ vollen Matroſen.

Da drang die Stimme des Onkel Tom an ſein Ohr, und erweckte ihn aus dem peinigenden Nachwühlen unter allen ſeinen Erinnerungen, das um ſo peinigender wird, je länger es erfolglos bleibt.