15
„Und wenn ich noch hinzuſetze,“ fuhr der junge Mann fort—„daß wenn Alt⸗England viel ſeiner Privilegien ein⸗ büßt, die Kolonien das dreifache einbüßen!“
„Stille, Mann!“ ſagte Onkel Tom leiſe, und ſcheu ſich umſehend—„es denken nicht Alle in New⸗ Port, wie wir— kommt, ich will Euch eine Taverne weiſen, und Ihr ſollt ſie anſtändig genug finden.“
Onkel Tom nahm den jungen Mann unter den Arm, und ſchritt ziemlich haſtig mit ihm fort. Aber während dieſe Beiven ſich durch dieſes Labyrinth von Holzhütten, wo Waaren aufbewahrt ſind, Schankhäuſern, wo ſchlechter Brandy verkauft wird, Barraken, wo Ohſters ſervirt werden, durchwinden, dann die lange, geradelinige Straße verfolgen, um ſich endlich zwiſchen dem unanſehnlichen, un⸗ ſchönen Häuſercomplex durch den Weg zum äußerſten Ende der Stadt zu ſuchen,— während dieſem wollen wir ein flüch⸗ tig gezeichnetes Porträt des Außenmenſchen geben, welcher ſich ſelbſt unter dem Namen Frank Lincoln introducirt hat,— was den inneren Menſchen anbetrifft, haben wir wohl im Verlaufe dieſer Erzählung noch Gelegenheit genug, ihn kennen zu lernen.
Wir ſehen an der Seite des behäbigen, wenn gleich ziemlich hager doch würdig ausſehenden New⸗Porter Bür⸗ gers einen Züngling von etwa zwei oder drei und zwanzig Jahren hinſchreiten, ſchlank wie eine Tanne, eher über als


