Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Neunter Auszug.

Keu⸗York.

Jeſſie iſt jetzt ein Glied unſerer Familie, das heißt: ſie wohnt und lebt mit uns. Sei nicht eiferſüchtig, liebe Helene, wenn ich ſage, daß ich das Mädchen recht lieb habe, Du bleibſt doch meine einzige, wahre, ver⸗ traute Freundin! wie könnte ich Jeſſie zur Theil⸗ nehmerin meines Herzensgeheimniſſes machen? Aber ich habe ſie wirklich lieb. Sie iſt ein ſo offenes, natürliches, gutes Kind, ich glaube nicht, daß ſie ſich je irgend einen Menſchen zum Feind machen könne, und doch ſcheint es das Schickſal darauf abgeſehen zu haben, ſie zum Ab⸗ leiter ſeiner Launen zu machen. Es iſt nur gut, daß mein Vater an ihr ſo viel Intereſſe nimmt, er wird wohl ihr Beſchützer ſein. Ihr Vater ſtarb, oder beſſer geſagt, er ſchlief eines Morgens, in ſeinem Armſeſſel unter dem Apfelbaume ſitzend, mit der Pfeife im Munde ein, um nicht mehr zu erwachen. Kaum war er zur Erde beſtattet, ſo wurde Zeſſie, das arme Kind, aus ihrem Schmerze, ſie iſt wirklich eine gute Tochter, mit harter Hand aufgerüttelt. Da kam die gute Vrow Gertrude, die Schweſter des alten van Hoboken, mit dem ganz wohl⸗ gemeinten Vorſchlage, gleich nach Ablauf der Trauerzeit