Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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ach, ſie ſind beide ſo gut aber von thörichten Vor⸗ urtheilen befangen

Ich nahm dem Anſcheine nach ruhig mein Frühſtück ein, dann entfernte ich mich, ich ließ mir petit Joli ſatteln, ruhig ritt ich zum Thore hinaus, die Anhöhe hinan, aber als ich um die Waldecke bog, da traf die Peitſche des kleinen Grauen Schulter und in wildem Ga⸗ lopp ging es über Stock und Stein, über Berg und Thal, fort ging es, ich wußte nicht wohin, kein Hinderniß ſchreckte mich, zum Glück war petit Jol ruhiger und ver⸗ nünftiger als ich und ſuchte ſich den erträglichſten Weg aus ſo jagte ich fort, ich weiß nicht wie lange, end⸗ lich kam ich in ein kleines Thal, eine ſchöne Wieſe voll der bunteſten Blumen, war zwiſchen anmuthig ſich erhe⸗ benden Waldhöhen ausgebreitet, ein ruhiger, klarer Bach durchſchnitt es, es war da ſo heimlich ſtille, kein Laut war zu vernehmen, Gottes Friede ſchien ſich hier nieder⸗ gelaſſen zu haben mein Pferdchen trabte dem Waſſer zu, es war durſtig ich ſprang ab, ich ließ ihm freien Willen, zu laufen, wohin es Luſt habe, ich ſank nieder unter einem Baume, ich drückte mein Geſicht in das friſche Gras und weinte, weinte, wie ich noch nie geweint o, meine Helene, Du haſt dieſen Schmerz noch nie em⸗ pfunden, den ich damals empfand, und Gott in ſeiner Güte wolle ihn von Dir fern halten! Doch, als ich