herum, und als ich verſuchte mich auf's Bett zu legen, da war es noch ärger und einige Male wirklich ſo, als ſchnelle mich eine unſichtbare Gewalt in die Höhe. Ich trat ans Fenſter und blickte dem Meere zu, aber es war tiefe, ſchwarze Finſterniß über die Gebirge und Wälder hin, und nur in undurchdringliche Nacht verſenkte ſich mein Auge. Und doch blieb ich lange, lange am Fenſter und ſtierte in dieſe Nacht hinein, war es doch in mir, als müſſe ich dort, dort wo das Meer lag, etwas erblicken, und dabei war mir ſo ſchwer und bange um's Herz,— ich fürchtete mich nicht, und doch war mir ſo bange.
Endlich nach Mitternacht ſchien ſich der Sturm zu legen, die Natur wurde ruhiger,— ich verſuchte zu ſchlafen, ich ſchlief, aber es war tein ruhiger Schlaf— deſſen erin⸗ nere ich mich,— plötzlich,— ich weiß nicht, wie lange ich geſchlummert hatte,— plötzlich wurde ich von einem fernen
Donnerſchlag erweckt,— ich ſaß im Bette auf, ich horchte,
— Donner ähnlich brauſte das Echo durch die Wälder und Gebirge hin, zunehmend, abnehmend, ſich wieder er⸗ neuernd, endlich verhallend,— doch da ein anderer Schlag, — aber ich war jetzt wach, und wußte, daß es nicht das Donnern des Himmels, ſondern das der Geſchütze ſei,— es kam von der Seeſeite her;— ich war mit einem Sprunge am Fenſter. Ueber das Thal, über den Forſt lag noch tiefe Nacht ausgebreitet, aber dort, dem Meere zu, war ein


