Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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dann ſterben, vielleicht ändere ich mich noch, aber jetzt kann ich ſolch' ein ruhiges, zufriedenes Glück nicht faſſen. Ein junges Mädchen von kaum achtzehn, mit meinen An⸗ ſichten und Neigungen, iſt vielleicht nicht liebenswürdig, aber kann ich helfen, daß ich bin, wie ich bin? Was nützt es dem Menſchen, wenn er ſich wirklich ſelbſt, wenn er ſeine geiſtige Individualität genau kennt, und weiß, welche Fehler er machen wird? Iſt er im Stande gegen dieſen innern geiſtigen Zwang mit Erfolg anzukämpfen? Und wodurch wird dieſe geiſtige Individualität, welche ſo beſtimmend auf den Menſchen einwirkt und ihm ſeine Hand⸗ lungsweiſe mit einer ſolchen Stärke vorſchreibt, daß nur ein äußerſt kleiner Spielraum für ſeinen freien Willen bleibt, wodurch wird ſie erzeugt? Durch Beiſpiel, Lehre, Erziehung, Nationalität, Klima, Boden, Zeitumſtände und noch zwanzig andere Einwirkungen. Denke Dir einen Vater zu haben, deſſen ganzes Leben ein höchſt romantiſches, ritterliches, abentenerliches war, der als getreuer Ka⸗ valier eines unglücklichen, ritterlichen und bei allen Schwächen doch liebenswürdigen Königs, alle Wechſel⸗ ſchläge des Schickſales, die dieſen trafen, mit ertrug, der, nachdem die letzte Feſtung der Königlichen vor den parla⸗ mentariſchen Rundköpfen gefallen war, keinen anderen Ausweg hatte, als nach dem neuen Welttheil zu flüchten, wo er ſich jahrelang unter Jägern, Biberfängern und