Agneſens lebloſer Körper lag auf derſelben Stelle, wo Arthurs Blut gefloſſen war.. ein ſcharlachrothes Gewand, reich mit Gold geſtickt und mit Hermelin ge⸗ füttert, ſchmückte Philipps Gemahlin; aber ein weißer Mantel mit langen Falten, Arthurs weißer Mantel, be⸗ deckte dieſe königliche Pracht. Agnes hatte, als ſie ihren letzten Seufzer aushauchte, ſie, wie eine Hekatombe, den Manen ihres angebeteten Lieblings darbringen, und Arthurn ganz hingegeben, aus Schmerz unter dem Pur⸗ pur ſterben gewollt.
Iſolette legte ihre Hand auf das Herz ihrer erlauch⸗ ten Freundin„ſchon lange ſchlug es nicht mehr. Sie war kälter als der Stein, auf welchem ihre Leiche ruhte. Der Weſtwind ſpielte mit ihren blonden Locken„aber keine Blumen, kein Diadem ſollten ihre Stirne mehr ſchmücken ſie war auf ewig entſchlafen.
„Erhabenes Opfer des Schickſals!“ ſagte Iſolette mit ſterbender Stimme:„Deine Leiden ſind beendigt.. ich höre Dich noch, wie Du ſagteſt: morgen! Grau⸗ ſame, Dein Morgen iſt gekommen ach! und das meinige, wann wird es dämmern?*
Sie nahm Arthurs Mantel, dieſes verhängnißvolle Hochzeitgewand, das nichts als ein Leichentuch war; ſie drückte ihn mit unausſprechlicher Empfindung an ihr Herz, und bankte ihm im Innern für ſeinen letzten Leichenruf.
— 1* fuhr ſie nach langem Schweigen krüfti
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