Teil eines Werkes 
1. Theil (1826)
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Graf Arthur, ſagte der Präſident:da Ihr dieß Weib liebt, ſo werdet Ihr ſie auch ohne Zweifel

kennen. Wer iſt ſie? wie iſt ihr Name?*

Wer ſie iſt! Was kümmert dieß uns. Fragt man die Strahlen der Sonne, von wannen ſie kommen! ihr Gilanz verkündet ihre Herkunft. Den Diamant erkennt man an ſeiner glänzenden Durchſichtigkeit; braucht man ihn auch noch zu nennen? Dieß göttliche Geſchöpf iſt un⸗ gerechter Weiſe angeklagt; was trägt ihre Geburt zur Sache bei! Habt Ihr einen Namen zu verurtheilen? Nein einen Strafbaren; und der Strafbare bin ich.

Fremde! hob der Abt wieder an:der Graf von Ravenſtel klagt ſich der Ermordung des Barons von Waldburg an. Spricht er die Wahrheit? haben ſeine Hände das Blut vergoſſen?

Ach! die Beſchuldigte, vor wenig Minuten noch ſo ruhig, ſchien jetzt unſägliche Qualen zu leiden. Sie zog den Schleier völlig über ihr Geſicht, und antwortete mit leiſer bebender Stimme:

Hochwürdiger Herr! ich habe Euch ſchon geſagt, daß ich Euer urtheil ohne Furcht erwarte; jetzt habe ich nichts mehr zu antworten.

Arthur, fuhr der Prior fort:Eure Erklärung rechtfertigt ſie nicht vollkommen. Ihr beharrliches Schwei⸗ gen beweiſt, daß ſie an dem Verbrechen Theil genommen,