Teil eines Werkes 
1. Theil (1826)
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den Gefühlen zu irren, welche dieſen bewegten; er be⸗ merkte ſeine Qualen, ſpähte ſeine Schritte aus„ und kein Zweifel blieb ihm mehr über ſeine Liebe. Fremde! wehe Dir!

Olburg betrachtete die Verſtellung nur als eine Art on Talent, das Verbrechen nur als eine Kunſt, und

es war ſein Stolz, Böſes zu thun. Der Erfolg ſeiner ſchwarzen Pläne ließ ihn an nichts anders denken, als an ſeine Ueberlegenheit. Er ſuchte ſeinen Zögling auf und bemühte ſich, deſſen Vertrauen, die völlige Mitthei⸗ lung ſeines Kummers zu erlangen. um ſeinen Zweck zu erreichen, wandte er bei dieſer aufrichtigen Seele das Uebergewicht des Geiſtes, die Feinheit ſeiner Vernunft⸗ ſchlüſſe, und die Gewalt der Bitte an. Der Graf, von früher Kindheit gewöhnt, ihm ſein Herz zu öffnen, konn⸗ te ihm nicht lange widerſtehn. Alle ſeine Geheimniſſe wurden ihm vertraut.

Olburg bedauerte, tröſtete ihn; hütete ſich aber wohl, ihn durch den kleinſten Vorwurf zu erzürnen.— „Arthur,“ ſprach der Verräther:„ich tadle nicht, daß Ihr ein junges Mädchen ohne Rang und Vermögen ge⸗ liebt; weder Titel noch Schätze machen die Glückſeligkeit des Lebens aus; wenn die Schönheit, welche Euch hin⸗ riß, mir Euerer würdig ſchiene, ſo würde ich ihr auf der Stelle die Erbin von Montolin opfern, und Euch mit ihr verbinden. Aber die Fremde, ein Gegenſtand

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