Teil eines Werkes 
1. Theil (1826)
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man wußte nicht warum, begierig jede mögliche Zerſtreu⸗ ung. Eine unbekannte Macht gab ihm eine beſtändige, zielloſe Thätigkeit. Er entwarf in einem Augenblick zwan⸗ zig Pläne, er ſprach, er beſchäftigte ſich, aber ſeine Be⸗ wegungen und ſeine Worte waren unruhig und regellos.

Er war mit religiöſen Gefühlen geboren; aber ſtatt daß der ungläubige Olburg ſie zu befeſtigen ſuchte, hatte er ſie kaum bei ſeinem Zögling geduldet; und nur die Regeln der Vernunft rühmend, hatte er oft in ſeiner Gegenwart die Dogmen des Glaubens verſpottet. Ar⸗ thurs Frömmigkeit war alſo nicht mehr ſtark genug, ihn im Glück zu leiten, im Kummer zu tröſten. Das Ge⸗ bäude ſeiner Erziehung war ein Monument ohne Baſis. Olburg hatte ſeinen Kopf mit philoſophiſchen Syſtemen, mit ihrer trügeriſchen Aufklärung erfüllt. Unſelige Ge⸗ ſchenke des Irrthums! Die Philoſophie ohne Religion iſt ein Herbſt ohne Aerndte, ein langer Winter ohne Schutz und Obdach.

Vergebens ſuchte Arthur Hülfe in den tröſtenden Regionen, ihre Pfade waren ihm unbekannt. Seine Ge⸗ danken, Töchter einer verwirrten Seele, ſtürzten von

den göttlichen Höhen herab, zu welchen er ſich ſo gerne aufgeſchwungen hätte. Sie glichen den Schatten der Berge, welche immer an der Erde kleben, wie hoch ſich

auch der Felſen in die Wolken erhebt. Olburg hatte Athurn zu ſehr ſtudiert, um ſich in